Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

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Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

Dipl.-Med. Carola Saati - Priv.-Doz. Dr. med. Kristoph Jahnke, MD - Lüder Fritz - GbR

Das Geheimnis der E-Nummern

Auch für Krebspatienten ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, selbst wenn prinzipiell gilt: Erlaubt ist, was schmeckt. Gerade nach einer Krebsdiagnose kümmern sich viele Patienten  sehr sorgfältig um ihre Ernährung und sind sehr kritisch, was Zusatzstoffe angeht. Solche Zusatzstoffe werden in der europäischen Union mit E-Nummern bezeichnet.  Sie sollen Lebensmittel frischer aussehen lassen, vor krankmachenden Erregern schützen oder auch ihre Haltbarkeit verbessern.

Bei den Farbstoffen E100 bis E180 handelt es sich um natürlich vorkommende oder künstliche Substanzen. E110 (Gelborange S) beispielsweise, mit dem unter anderem Wackelpudding gefärbt wird, gehört zu den umstrittenen Azofarbstoffen, ebenso wie Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Cochenillerot (E124) und Allurarot (E129). Lebensmittel, die mit einem dieser Zusatzstoffe versehen sind, müssen seit Juli 2010 mit dem Hinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ gekennzeichnet werden.

Azofarbstoffe können vor allem bei Menschen, die empfindlich auf Aspirin oder Benzoesäure reagieren, Allergien auslösen. Patienten mit Neurodermitis oder Asthma sollten diese Stoffe ganz meiden.

Längerer Genuss durch Konservierungsmittel
Hinter den Nummern E200 bis E297 verstecken sich konservierende Zusatzstoffe, die unsere Lebensmittel länger genießbar machen. Sie verringern die Fähigkeit von Pilzen und Bakterien Toxine zu bilden, die im Endeffekt das Essen verderben lassen. Bekannte Vertreter sind E210 (Benzoesäure) und E220 (Schwefeldioxid). E210 steckt oft in Fisch- und Salatzubereitungen. Allergisch reagieren können darauf empfindliche Menschen mit Asthma, Heuschnupfen oder Hautallergien. Von häufigem Verzehr wird abgeraten. E220 findet sich oft in süßen Weißweinen und Trockenfrüchten. Mehr als 50 Milligramm am Tag sollten nicht aufgenommen werden. Das entspricht etwa zwei 0,2-Liter-Gläsern süßen Weißweins.

Praktische Haltbarkeit hat ihren Preis
Die Antioxidationsmittel (E300 bis E321) erhöhen die Haltbarkeit unserer Lebensmittel, indem sie die Reaktion der Nahrungsstoffe mit Sauerstoff verlangsamen. So ist E320 (Butylhydroxyanisol) häufig in Kaugummi oder Tütensuppen enthalten. E320 kann in hohen Konzentrationen zu Benommenheit führen. Doch Antioxidantien kommen auch natürlicherweise in unserer Nahrung vor, beste Beispiele sind die Vitamine C und E.

Andicken, ansäuern und überziehen
Hinter E322 bis E418 verbergen sich Emulgatoren, Stabilisatoren, Säuerungsmittel, Gelier- und Verdickungsmittel. Die E-Nummern 420 bis E499 schließlich stehen für verschiedene weitere Zusatzstoffe und Überzugsstoffe.

Emulgatoren ermöglichen die Mischung von fettlöslichen und wasserlöslichen Stoffen, beeinflussen also letztlich die Konsistenz von Lebensmitteln. Natürliche Emulgatoren sind Senf oder Eier. Auch künstliche Emulgatoren, wie zum Beispiel E450 (Disphosphate), verbessern die Verteilung von Fett in wässriger Umgebung und finden sich deshalb in Desserts, Cremes, Keksen und Backmischungen, aber auch in Margarine, Brötchen, Wurst und Schokolade.

Bioprodukte mit weniger Zusätzen
Grundsätzlich gilt: Alle mit E-Nummern gekennzeichneten Stoffe sind europaweit auf gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft, EU-weit verbindlich und entsprechen detailliert festgelegten Reinheitsanforderungen. Für Bio-Produkte ist die Zahl der zugelassenen Lebensmittelzusätze allerdings deutlich eingeschränkt. So sind hier keine Farb- und Süßstoffe und auch keine Stabilisatoren oder Geschmacksverstärker zugelassen.

Tipp: Umfassende Infos finden Sie unter www.zusatzstoffe-online.de