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Onkologie Brandenburg: Schmerz und Schmerzbehandlung

Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

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Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

Dipl.-Med. Carola Saati - Priv.-Doz. Dr. med. Kristoph Jahnke, MD - Lüder Fritz - GbR

Schmerz und Schmerzbehandlung

Die Einstellung „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ ist grundfalsch: Wenn Sie gegen Dauerschmerzen nichts tun, trainiert der Körper gewissermaßen die Übertragung von Schmerzsignalen, und es entwickelt sich ein regelrechtes „Schmerzgedächtnis“. Die Folge: Schmerzen verselbständigen sich, ohne dass es eines Schmerz auslösenden Reizes bedarf. Die Behandlung von Schmerzen, die mit einer Krebserkrankung einhergehen, beginnt immer mit der Verkleinerung oder Beseitigung des Tumors. In diesem Sinn sind also auch Operation, Chemo- und Strahlentherapie Teil einer wirksamen Schmerzbehandlung. Leidet ein Patient trotzdem noch unter Schmerzen, müssen diese wie eine eigene Krankheit behandelt werden.


Schmerztherapie ist immer individuell und multimodal
Schmerzen werden natürlich mit Medikamenten bekämpft, aber das allein reicht meist nicht aus. Wir verfügen über ein ganzes Arsenal von Möglichkeiten zur Schmerztherapie. Dazu gehören  Bestrahlung, die Blockade oder auch die Stimulation von Nerven, häufig auch Massagen und Krankengymnastik, Akupunktur und psychologische Verfahren. Auch mäßige, aber regelmäßige körperliche Aktivität wirkt schmerzlindernd. Schmerztherapie besteht immer aus vielen Bausteinen, die nacheinander oder teilweise auch gleichzeitig eingesetzt werden. Mediziner sagen: Schmerztherapie ist multimodal.

Nicht jeder Therapiebaustein passt zu jedem Patienten, eines aber gilt für alle: Je mehr Sie sich selbst an der Schmerzbekämpfung beteiligen, desto größer sind die Erfolgsaussichten der Schmerzbehandlung. Erfolg bedeutet nicht zwangsläufig absolute Schmerzfreiheit. Von Erfolg sprechen wir, wenn der Patient berichtet, dass die Schmerzen für ihn nun akzeptabel sind, weil sie ihn im Alltag nicht mehr beeinträchtigen. Das gelingt übrigens bei 95 Prozent aller Schmerzpatienten.

Medikamentöse Schmerztherapie
Zwei große Gruppen von Schmerzmedikamenten stehen für die Behandlung zur Verfügung: Die „leichteren“ Schmerzmittel wirken in der Regel am Ort der Schmerzentstehung. Zu dieser Gruppe gehören Präparate wie Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac oder Paracetamol. Wer diese Schmerzmedikamente über längere Zeit einnehmen muss, benötigt zusätzlich Präparate zum Schutz der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt. Die zweite große Medikamentengruppe wirkt nicht am Ort der Schmerzentstehung, sondern beeinflusst die Schmerzweiterleitung und -verarbeitung im Rückenmark und im Gehirn. Der bekannteste Wirkstoff ist das Morphin. Es handelt sich dabei um einen Bestandteil des aus dem Schlafmohn stammenden Opiums, weshalb Medikamente dieser Gruppe auch als Opioide bezeichnet werden. Je nach Ausmaß der schmerzlindernden Wirkung unterscheidet man schwache und starke Opioide.

Neben diesen Schmerzmitteln im engeren Sinne setzen wir zur Schmerzbekämpfung auch andere Medikamente ein: Bestimmte Antidepressiva können ebenso wie einige krampflösende Mittel die Schmerzempfindung dämpfen; Bisphosphonate bekämpfen Knochenschmerzen durch Hemmung des Knochenabbaus. Wichtig ist immer, Medikamente vorschriftsgemäß nach einem festen Zeitplan einzunehmen – und nicht erst, wenn der Schmerz wieder auftritt, ansonsten entsteht das „Schmerzgedächtnis“. Und dann wird eine Schmerztherapie sehr schwierig.

Werden Sie selbst aktiv
Wenn Dank einer wirksamen Behandlung eine Besserung der Beschwerden zu verzeichnen ist, wird es Zeit, wieder körperlich aktiv zu werden. Meist beginnen entsprechende Maßnahmen mit einer sanften Physiotherapie, durch die sich beispielsweise auch schmerzverursachende Fehlhaltungen korrigieren lassen. Eine auf Ihre Bedürfnisse angepasste körperliche Aktivität verbessert Ihr Wohlbefinden. Und auch die Erfahrung, etwas für sich selbst tun zu können, wirkt schmerzlindernd – probieren Sie’s aus!