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Onkologie Brandenburg: Selbst etwas tun

Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

Dipl.-Med. Carola Saati - Priv.-Doz. Dr. med. Kristoph Jahnke, MD - Lüder Fritz - GbR

Selbst etwas tun

In einer Übersicht aus über 100 klinischen Studien kamen Wissenschaftler der Sporthochschule Köln bereits vor einigen Jahren zu dem Schluss, dass Brustkrebs- Patientinnen, die Sport treiben, im Vergleich zu sportlich inaktiven Patientinnen nur etwa halb so häufig an ihrem Brustkrebs versterben. Untersuchungen mit männlichen und weiblichen Darmkrebspatienten, die noch keine Metastasen entwickelt haben, legen außerdem nahe, dass regelmäßige sportliche Betätigung auch hier die Sterberate um etwa die Hälfte senkt.

Bewegungsmangel schadet auch Krebspatienten
Die immer noch sehr verbreitete Empfehlung, sich im Rahmen einer Krebstherapie möglichst zu schonen und Anstrengungen zu vermeiden, ist damit überholt. Offensichtlich ist es so, dass Bewegungsmangel für alle – Gesunde wie Kranke – schädlicher ist als regelmäßige körperliche Aktivität. Allerdings geht es nicht darum, Patienten zu Leistungssportlern zu machen. Die Aktivierung beginnt heutzutage schon im Krankenhaus mit sehr kleinen Übungen, die von einem Physiotherapeuten angeleitet werden. Später werden die Übungen intensiver, Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit können gezielt geübt werden.

Entscheidend ist nicht das Trainingsprogramm als solches, sondern die Intensität, mit der es betrieben wird. Mit anderen Worten: Tun Sie sportlich das, was Ihnen wirklich Spaß macht. Ob Nordic Walking, Laufen, Radfahren, Schwimmen, Tanzen oder angeleitetes Krafttraining – all das ist möglich, wenn Sie darauf achten, sich nicht zu überfordern.

Regelmäßige Aktivität nach Lust und Laune
Solange Sie beim Sport noch durch die Nase atmen, lächeln oder sich sogar unterhalten können, ist alles in Ordnung. Hilfreich ist auch die bekannte Regel, wonach die maximale Pulsfrequenz die Differenz aus 180 minus Lebensalter in Jahren nicht übersteigen sollte. Wenn Sie Ihre maximale Belastbarkeit genauer kennen, dann achten Sie darauf, dass Ihnen immer noch etwa ein Viertel Reserve bleibt: Wer also in der Lage ist, täglich drei bis vier Kilometer zu gehen, sollte sein Pensum zunächst auf etwa zwei bis 2,5 Kilometer begrenzen. Schon bald werden Sie durch stetes Training Fortschritte erzielen. Wenn Sie merken, dass Sie leistungsfähiger werden, dann steigern Sie nicht unbedingt die Intensität, sondern eher die Dauer der Belastung. Gehen Sie nicht nur 30, sondern 45 Minuten täglich spazieren.

Manchmal ist Sport allerdings tabu

Insgesamt sollten Sie Ihr Bewegungspensum täglich oder zumindest alle zwei Tage absolvieren. Nur dann werden sich die positiven Effekte einstellen: Ihre Stimmungslage wird sich auf Dauer bessern und Sie werden sich leistungsfähiger fühlen. Wenn Sie dagegen versuchen, am Wochenende verbissen all das nachzuholen, was Sie die Woche über versäumt haben, schaden Sie sich selbst.

Apropos schaden: Wenn Sie während einer Chemo- oder Strahlentherapie mit Übelkeit oder Schwindel zu kämpfen haben, wenn Sie Fieber haben, unter einer Atemwegs-, Magen-Darm- oder einer anderen Infektion leiden, wenn die Wundheilung nach einer Operation noch nicht abgeschlossen ist, dann gilt: Sport ist tabu. Aber seien Sie ehrlich zu sich selbst: Sich einfach nur schlapp zu fühlen, ist kein Grund, auf jede Bewegung zu verzichten.

Fangen Sie an – den Zeitpunkt bestimmen Sie
Viele Patienten fragen, welches der richtige Zeitpunkt sei, um anzufangen. Die Antwort ist verblüffend einfach: Beginnen Sie einfach noch heute. Führen Sie täglich Ihren Hund aus, selbst wenn Sie keinen besitzen. Und hören Sie auf Ihren Körper, dann werden Sie Überbelastungen vermeiden. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie uns an.