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Onkologie Brandenburg: Sport und Krebs

Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

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Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

Dipl.-Med. Carola Saati - Priv.-Doz. Dr. med. Kristoph Jahnke, MD - Lüder Fritz - GbR

Sport und Krebs

Als Krebspatient können Sie zwar keine Rekorde brechen, aber die früher verbreitete Ansicht, dass Patienten mit einem Tumor für sportliche Aktivitäten zu schwach sind, hat sich als falsch erwiesen. Heute ist klar, dass ein angepasstes Sportprogramm das Wohlbefinden steigert und zur Verbesserung des Therapie-Ergebnisses beiträgt.

Dass mäßige, aber regelmäßige körperliche Anstrengung gut tut, hat sich mittlerweile wohl überall herumgesprochen. Viele Menschen haben allerdings Schwierigkeiten, ihr eigenes Bewegungsprogramm im Alltag unterzubringen. Andere wiederum sind derart sportbegeistert, dass sie Bewegungsmangel als nicht nur körperliche Beeinträchtigung empfinden.

Schonung alleine reicht nicht

Dasselbe Phänomen findet man natürlich auch bei Krebspatienten. Trotzdem sind diese in einer besonderen Situation: Manche haben Angst, sich körperlich allzu sehr zu verausgaben, weil die Anstrengung ihren Körper bei der Auseinandersetzung mit dem Tumor schwächen könnte. Andere sind der Meinung, „viel hilft viel“ und überfordern sich bei der Zusammenstellung des Sportprogramms.

Hinter beiden Positionen steckt ein Missverständnis: Körperliche Fitness lässt sich nicht durch dauerhafte Schonung erreichen. Selbstverständlich haben Sie das Recht, sich auszuruhen, sich von den Anstrengungen der Therapie zu erholen. Um allerdings dauerhaft zu Kräften zu kommen, ist es wichtig, möglichst bald mit einem angepassten Bewegungsprogramm – beispielsweise mit einer angeleiteten Physiotherapie – zu beginnen.

Viel hilft eben nicht viel

Andererseits steigt die körperliche Fitness aber auch nicht mit dem Ausmaß der Anstrengung. Im Gegenteil: Wenn Sie sich mit Dauerlaufen oder Gewichte stemmen überfordern, werden Sie sich am nächsten Tag so schlapp fühlen, dass der Trainingseffekt nicht nur verpufft – die Überanstrengung schadet Ihnen zusätzlich.

Fazit: Wirklich wirkungsvoll und zufriedenstellend ist Sport für Gesunde ebenso wie für Krebspatienten nur dann, wenn das Bewegungsprogramm möglichst genau auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten ist; denn Unterforderungen wirken demotivierend und Überforderungen sind gesundheitsschädlich.

Sport wirkt auf vielen Ebenen

Körperliche Aktivität fördert die Ausdauer, stärkt die Kraft und verbessert Koordination sowie Beweglichkeit.

Wenn Sie als Krebspatient angemessen Sport betreiben, geschieht allerdings noch viel mehr. Sie werden das Gefühl schätzen lernen, dass Sie mit dem Sport im wahrsten Sinne des Wortes selbst etwas tun können. Sie werden sich sehr wahrscheinlich wacher fühlen, weil Sie an Ausdauer gewinnen. Nach einiger Zeit spüren Sie, dass die zusätzliche Kraft Ihnen Sicherheit gibt.

Achten Sie darauf, dass Sie Sportarten auswählen, die Ihnen wirklich Spaß machen, dann wächst nicht nur Ihre Motivation, sondern auch Ihre Bereitschaft, sich wieder regelmäßig unter Menschen zu begeben.

Geeignete Sportarten

Bei der Auswahl der Sportarten spielt die Grunderkrankung eine wesentliche Rolle. Ob Gymnastik, Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen, Rudern, Kraftraum oder Tennis – die Entscheidung für eine oder mehrere Sportarten muss individuell getroffen werden. Sprechen Sie uns bitte an.

Sehr gute weiterführende Informationen liefert der Blaue Ratgeber Nr. 48 der Deutschen Krebshilfe. Sie können ihn im Internet herunterladen (www.krebshilfe.de, dort auf „Infomaterial/Blaue Ratgeber“) oder telefonisch bestellen unter 0228-72 99 0-95.