Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

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Onkologische Schwerpunktpraxis Brandenburg an der Havel

Dipl.-Med. Carola Saati - Priv.-Doz. Dr. med. Kristoph Jahnke, MD - Lüder Fritz - GbR

Was halten Sie von Arzt-Bewertungsportalen im Internet?

Seit einigen Jahren können Patienten im Internet mehr oder weniger strukturiert Auskunft darüber geben, wie zufrieden sie mit den Dienstleistungen von Ärzten und/oder Kliniken waren. Im Mai 2011 öffnete mit der AOK die erste gesetzliche Krankenversicherung für ihre Mitglieder ein Internet-Portal zur Bewertung ärztlicher Leistungen (www.aok-arztnavi.de). Mittlerweile haben sich weitere Krankenversicherungen der Initiative angeschlossen (www.arztnavi.barmer-gek.de) oder eigene Portale gegründet (www.vdek-arztlotse.de). Was aus unserer Sicht davon zu halten ist, haben wir in Fragen und Antworten zusammengestellt.

Fühlen Sie sich durch die neuen Bewertungsportale in Ihrer Tätigkeit eingeschränkt?

Nein, die Tatsache, dass solche Portale existieren, hat meine Arbeit nicht verändert. Ich kann verstehen, dass Patienten alle Quellen nutzen wollen, um an einen für ihre Bedürfnisse besonders gut passenden Arzt zu geraten. Und natürlich finde ich es interessant, was in diesen Portalen über unsere Praxis steht, allerdings nutzen bislang nur wenige Patienten diese Form der Rückmeldung.

Gibt es Qualitätskriterien, die solche Portale Ihrer Meinung nach erfüllen sollten?

Die Ärztliche Zentralstelle für Qualitätssicherung hat aber schon im Jahr 2009 einen Kriterienkatalog zusammengestellt, den gute Portale erfüllen sollten. Ganz wichtig ist aus meiner Sicht, dass zunächst eine Mindestanzahl von Bewertungen eingegangen sein sollten, bevor Bewertungen veröffentlicht werden. Außerdem sollten Abfragen so standardisiert wie möglich erfolgen, damit die einzelnen Auskünfte tatsächlich miteinander verglichen werden können. Auch finde ich wichtig, dass die Website identische Mehrfachbewertungen durch ein und dieselbe Person ausschließt. Schließlich sollten die veröffentlichten Daten nicht älter als zwölf Monate sein. Hilfreich für das disziplinierte Ausfüllen finde ich, wenn man sich erst registrieren muss, bevor man seine Bewertungen abgeben kann. Und schließlich sollte es eine Kontaktadresse geben, an die man Missbräuche melden kann.

Beurteilen Patienten die Leistungen ihrer Ärzte heute anders als früher?

Jein, allerdings gibt es eine Entwicklung hin zu mehr Kommunikation auf Augenhöhe. Und das finde ich richtig. Heute stehen mit den Internet-Portalen der Selbsthilfegruppen, aber auch mit den Internetauftritten der einzelnen Praxen unendlich viel mehr Informationsmöglichkeiten zur Verfügung als noch vor zehn Jahren. Früher hat man Bekannte gefragt, im Telefonbuch nachgeschaut und dann in der Praxis um einen Termin gebeten. Heute wissen Patienten im Vorfeld viel mehr über die Praxis, zunehmend mehr wahrscheinlich auch aus seriösen Bewertungsportalen.

Glauben Sie, dass Portale wirklich den Weg zum richtigen Arzt weisen?

Das kommt darauf an, was der Patient sucht und wie er sein Verhältnis zum behandelnden Arzt gestalten möchte. Es gibt Patienten, die saugen jede Information auf, bilden sich fort, um auch fachlich mit uns Ärzten diskutieren zu können. Andere verlassen sich mehr auf ihr Gefühl, achten darauf, ob die Chemie zwischen ihnen und dem Arzt stimmt, wollen aber über Behandlungsdetails nicht allzu genau informiert sein. Die meisten Patienten finden sich irgendwo zwischen diesen Extremen. Internet-Portale sind wahrscheinlich für diejenigen am interessantesten, die eher wissensorientiert denken.

Und wie ist Ihre persönliche Ansicht zu diesen Portalen?

Mir sind zwei Aspekte wichtig: Zum einen können diese Portale die Transparenz ärztlichen Handelns verbessern, und das ist für unsere Patienten gut. Zum anderen sollten ärztliche Kolleginnen und Kollegen nicht allzu argwöhnisch auf die neuen Portale schauen. Man sollte wissen, dass es sie gibt, und sie im Zweifelsfall als ein mögliches Instrument zur Verbesserung der Arzt-Patientenkommunikation betrachten.

Stand der Informationen: 15. Februar 2012